Eine Personalberatung unterstützt Kliniken dabei, eine Chefarztposition zu besetzen: von der Klärung des Anforderungsprofils über die Recherche und vertrauliche Ansprache geeigneter Kandidaten bis zur Begleitung von Auswahl und Vertragsabschluss. Im Gesundheitswesen spricht man auch von Executive Search oder, umgangssprachlich, von Headhuntern.
Das Thema betrifft Geschäftsführungen und Personalleitungen, die entscheiden müssen, ob sie eine Suche selbst führen oder einen Partner beauftragen. Entscheidend sind dabei der Zugang zu nicht aktiv suchenden Kandidaten, Diskretion, die Qualität der Auswahl und ein Honorarmodell, das zum Risiko der Klinik passt.
Externe Unterstützung lohnt sich vor allem, wenn der Kandidatenmarkt klein ist, die Stelle vertraulich besetzt werden soll, eigene Ausschreibungen keine passenden Bewerbungen gebracht haben oder die Zeit drängt.
Für die Personalabteilung ist eine Chefarztsuche außerdem ein seltener und aufwendiger Sonderfall neben dem laufenden Geschäft. Wer nur alle paar Jahre einen Chefarzt sucht, hat selten einen aktuellen Überblick über den Markt.
Die Begriffe werden oft gleich verwendet, meinen aber Unterschiedliches. Eine Personalberatung arbeitet im Auftrag der Klinik und sucht für eine konkrete Position gezielt nach passenden Kandidaten, häufig durch Direktansprache. „Headhunting“ bezeichnet vor allem diese Direktansprache.
Eine Personalvermittlung bringt dagegen in erster Linie Bewerber, die bereits auf Stellensuche sind, mit offenen Stellen zusammen. Wer nach einem „Chefarzt-Vermittler“ sucht, meint meist eine Personalberatung für Chefarztpositionen.
Für die Auswahl zählen vor allem:
Ein persönliches Gespräch mit der Person, die die Suche tatsächlich führt, sagt dabei mehr als jede Broschüre.
Eine professionelle Suche folgt meist festen Phasen: Briefing und Anforderungsprofil, Markt-Mapping, vertrauliche Ansprache, Interviews und Bewertung, Präsentation einer Liste optimal qualifizierter Kandidaten, Auswahlgespräche in der Klinik, Vertragsverhandlung und Begleitung bis in die Probezeit.
Wie wir diesen Ablauf gestalten, zeigt die Seite Chefarztsuche.
Im Markt gibt es im Wesentlichen drei Modelle: rein erfolgsabhängige Honorare, die nur bei einer Besetzung fällig werden, Modelle mit festen Raten über die Suche hinweg (Retainer) und Mischformen aus beidem.
Entscheidend ist, wie Risiko und Einsatz zwischen Klinik und Beratung verteilt sind und was im Honorar enthalten ist. Unser eigenes Modell erläutert die Seite Vergütung.
Kliniken erwarten von einer Beratung vor allem Zugang zu Kandidaten, die sie selbst nicht erreichen, und eine Auswahl, auf die sie sich verlassen können. Von einer Beauftragung raten wir ab, wenn ein überzeugender interner Nachfolger bereitsteht. Scheitern kann eine Zusammenarbeit, wenn Profil und Angebot nicht zum Markt passen und das niemand offen anspricht.
Inhalt
Grundlage: Erfahrungswerte der KLINIKER BRÜCKE aus Chefarztbesetzungen seit 2010. Die Beschreibung der Honorarmodelle gibt einen allgemeinen Überblick über den Markt und ersetzt kein konkretes Angebot.